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Dr. Kerstin Neighbour (Partner) 

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Meine Gründe für Hogan Lovells

Meinen ersten Kontakt mit (damals noch) Lovells hatte ich im Rahmen einer Bewerbermesse. Zugegebenermaßen hatte ich damals, kurz vor Beginn meiner Wahlstation, noch keine konkrete Vorstellung darüber, ob ich später als Rechtsanwältin, Richterin oder Unternehmensjuristin tätig werden wollte. Fest entschlossen war ich allerdings schon seit Studienzeiten, „irgendetwas mit Arbeitsrecht“ zu machen. Denn das Arbeitsrecht war – und ist – für mich aufgrund seiner Dynamik, der Nähe zu den Menschen und der politischen Dimension eines der spannendsten Rechtsgebiete überhaupt.

Im Rahmen der Bewerbermesse wollte ich eigentlich nur einen allgemeinen Eindruck von der Tätigkeit und von den Menschen in einer Großkanzlei gewinnen. Bis zu diesem Zeitpunkt war mir die „Spezies“ der Großkanzlei-Juristen weitgehend unbekannt, da ich meine Anwaltsstation in einer kleineren Kanzlei absolviert hatte.

Die ersten Gespräche, die ich im Rahmen der Bewerbermesse führte, waren allerdings gar nicht dazu angetan, mir eine Tätigkeit in einer Großkanzlei schmackhaft zu machen. (Einzelheiten erspare ich Ihnen.) Das Gespräch mit einer Partnerin von Lovells hob sich dagegen sehr positiv davon ab. Ich muss dazu sagen, dass ich mich bei persönlichen Entscheidungen häufig von meinem „Bauchgefühl“ leiten lasse. Dieses Bauchgefühl hat mich dann auch nicht lange zögern lassen, als ich wenig später das Angebot erhielt, im Frankfurter Büro im Arbeitsrecht tätig zu werden. Letztlich hat für mich den Ausschlag gegeben, dass mich neben anspruchsvollen fachlichen Aufgaben auch ein angenehmes Arbeitsklima erwarten würde. Diese Erwartung hat sich dann auch voll bestätigt.

Mein Start

An meine ersten Arbeitstage erinnere ich mich nur noch vage, wahrscheinlich weil so viele Eindrücke auf mich einstürmten: neue Gesichter, neue Strukturen, neue Begriffe – so geht es wohl allen Berufsanfängern. Glücklicherweise war immer jemand da, der eine Antwort auf meine zahlreichen Fragen wusste.

Als sehr positiv habe ich es empfunden, dass ich von Anfang an in die konkrete Mandatsarbeit einbezogen wurde und schon bald relativ selbstständig meine „eigenen“ Fälle bearbeiten konnte. Ein mehrmonatiger fachspezifischer Englischkurs hat mir zudem viel Sicherheit für Gespräche und Telefonate mit ausländischen Mandanten gegeben. 

 Meine Tätigkeit

Im Arbeitsrecht beraten wir Unternehmen zum einen in allen denkbaren individualrechtlichen Fragestellungen, gewissermaßen von A wie „Arbeitsvertrag“ bis Z wie „Zeugnis“. Einen großen Raum nimmt zum anderen die Projektarbeit ein. Wir begleiten Unternehmen bei Restrukturierungen oder Reorganisationen, in Auseinandersetzungen mit der Gewerkschaft oder dem Betriebsrat oder unterstützen unsere Kollegen im Rahmen von Transaktionen bei der Due Diligence.

Einen „typischen“ Arbeitstag gibt es eigentlich nicht. Dafür ist die Arbeit einfach zu vielfältig. Sind wir für einen Mandanten vor dem Arbeitsgericht tätig, entwickeln wir mit ihm eine Prozessstrategie, erstellen Schriftsätze und nehmen die Gerichtstermine wahr. Begleiten wir eine Restrukturierung, stehen die Verhandlungen mit den Betriebsräten über einen Interessenausgleich und Sozialplan im Vordergrund. Zwischendurch klingelt das Telefon oder Mandanten kontaktieren uns per E-Mail. Es wird also nie langweilig.

Meine Karriere

Nach dem Referendariat (und einer Auszeit von zwei Monaten zur Erholung vom Examensstress) habe ich im Januar 2003 im Frankfurter Büro von Lovells angefangen. 2006 war ich für drei Monate in Hamburg im Rahmen eines Secondments. Im November 2007 bin ich dann in das Düsseldorfer Büro gewechselt und dort im Mai 2008 Partnerin geworden. Insofern bin ich eine echte „Hogan Lovells-Pflanze“.

Mit meiner Ernennung zur Partnerin hat sich zwar nicht alles, aber doch vieles geändert. In den ersten Wochen habe ich erst einmal über die Fülle von Informationen gestaunt, die täglich auf mich einstürmen. Darin liegt sicherlich einer der wesentlichen Unterschiede zur Tätigkeit als Associate, und so muss man zunächst lernen, sich optimal zu organisieren und Prioritäten zu setzen. Auch ein Team zu leiten ist eine neue und anspruchsvolle Herausforderung, die neben die Mandatsarbeit und die Akquise neuer Mandanten tritt. Diese Vielfältigkeit macht aber für mich gerade den Reiz meiner Tätigkeit aus.

Meine Freizeit

Eines vorweg: Es gibt ein Leben außerhalb des Büros! Meine Freizeit verbringe ich am liebsten mit Familie und Freunden oder auf Reisen. Gelegentlich bin ich aber auch im Weserstadion oder ganz unspektakulär mit einem (mehr oder weniger) guten Buch auf dem Sofa anzutreffen.

 

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