Meine Gründe für Hogan Lovells
Ich habe mich für ein Praktikum bei (damals noch) Lovells entschieden, weil ich aus den Fachmedien und aus Empfehlungen wusste, dass die Kanzlei im Bereich internationale Schiedsgerichtsbarkeit sehr aktiv ist. Ich habe in meinem 3. Fachsemester bereits am Willem C. Vis Arbitration Moot Court teilgenommen, so dass ich ein besonderes Interesse an dieser Materie habe.
Mein Start
Ich habe mich für ein fünfwöchiges Praktikum beworben und wurde umgehend zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen. Nach dem Gespräch war ich sofort vollauf begeistert, nicht nur, weil alle mir gegenüber ausgesprochen nett und offen waren, sondern auch, weil sich die zuständigen Partner enorm viel Zeit genommen haben, um mir das ganze Unternehmen zu erklären. Nach den Gesprächen bekam ich sogar noch eine Führung durch das Büro und wurde den zukünftigen Kollegen vorgestellt. Das hat sich dann am ersten Arbeitstag als sehr hilfreich herausgestellt, da ich nicht das Gefühl hatte, in eine fremde Umgebung zu kommen. Auch in den folgenden Wochen hatte ich nie das Gefühl, mit meinen Anliegen allein gelassen zu werden. Das zeigte sich zum Beispiel darin, dass die Anwälte immer ein offenes Ohr für meine Fragen hatten und sich die Zeit genommen haben, mir die Zusammenhänge eines Falles genauer zu erklären.
Meine Tätigkeit
Mein Praktikum habe ich in der Praxisgruppe Dispute Resolution absolviert. Dabei kommen viele zivilprozessuale Fragen auf den Tisch, oft auch in internationalen Zusammenhängen. Mein Wunsch, dass sich Aufgaben aus dem Bereich Schiedsgerichtsbarkeit ergeben würden, hat sich auch erfüllt. Aber auch Gesellschafts- und Schuldrecht kamen nicht zu kurz.
Meine juristischen Aufgaben waren stets anspruchsvoll und ich habe rechtlich viel Neues gelernt. Ich habe zum Beispiel Gutachten geschrieben oder auch in kniffligen Fragen Recherche betrieben – oft waren auch meine Englischkenntnisse gefragt. Das gute Verhältnis zu den Anwälten hat mich dabei immer ermutigt nachzufragen, wenn ich mal nicht weiterkam. Ich durfte auch einige Male mit zu Gericht und die Fälle, an denen ich im Büro gearbeitet hatte, „live“ erleben.
Echte Highlights meiner Praktikumszeit in München waren vor allem die wöchentlichen Workshops und Vorträge, die den Praktikanten unbekanntere Rechtsgebiete vorstellen. So konnte man den eigenen Karrierehorizont erweitern.
Die Arbeitsbedingungen sind bei Hogan Lovells vor allem durch das freundliche Miteinander geprägt. Es wurde mir stets respektvoll und herzlich gegenübergetreten. Zusätzlich war vor allem die Ansprechpartnerin für die Praktikanten im Haus eine große Unterstützung, wenn man mal Hilfe in organisatorischen Angelegenheiten brauchte.
Meine Karriere
Mittlerweile arbeite ich als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Hogan Lovells und bin nach wie vor sehr zufrieden. Nach und nach bekomme ich verantwortungsvollere Aufgaben und verstehe auch die Ansprüche der Kanzlei an meine Arbeit immer besser.
Meine Freizeit
Ich bin aktiv in die Organisation des Willem C. Vis Moot Court Teams der LMU München eingebunden, was sich immer wieder neu als spannende und anspruchsvolle Aufgabe herausstellt.
Auch leite ich seit einigen Jahren immer wieder eine Firmvorbereitungsgruppe in meiner Gemeinde - eine schöne und bereichende Erfahrung, wie ich finde.
Ich interessiere mich sehr für klassische Musik und Kunst; viele meiner Freunde studieren in diesen Bereichen und ich bin dankbar für diesen erfrischenden Ausgleich.
Mein Fazit für Bewerber und andere Interessierte
Um ein Praktikum bei Hogan Lovells zu machen, sollte man neben den formellen Anforderungen vor allem ein kollegialer, extrovertierter Mensch sein, der Spaß an Herausforderungen hat. Hogan Lovells bietet neben spannenden Aufgaben vor allem eine angenehme Arbeitsatmosphäre und beste Betreuung, was mein Praktikum für mich so wertvoll gemacht hat.