Meine Gründe für Hogan Lovells
Hogan Lovells habe ich über die Juristen-Bewerbermesse "Career Venture" kennengelernt. Meine ersten Ansprechpartner waren Herr Dr. Löw und Herr Dr. Brandi aus dem Frankfurter Büro, und wir saßen in einem plüschigen Hotelzimmer. Denn die Bewerbermesse fand im Frankfurter Hof in Frankfurt in den Gästezimmern statt. Mein zweiter Kontakt waren die beiden heutigen Steuerrechtspartner, für die ich hauptsächlich arbeite, Herr Dr. Küppers und Herr Dr. Dettmeier. Diesen Gesprächen ist es entscheidend zu verdanken, dass ich mich für (damals noch) Lovells entschieden habe. Das Gefühl, ob es persönlich passen könnte, war mir - neben der internationalen Aufstellung der Kanzlei - bei meiner Bewerbungsrunde besonders wichtig. Dies hing auch damit zusammen, dass mir die verschiedenen in Frage kommenden Kanzleien in ihren Präsentationen alle recht ähnlich vorkamen.
Ich habe die Wahl nicht bereut. Der Anwaltsberuf ist als Beratungsberuf ein "people´s business", das gilt gerade auch für das Arbeitsumfeld des Anwalts selbst.
Mein Start
Mein Berufseinstieg erfüllte in gewisser Weise viele Klischees. Für die Partner, denen ich zuarbeiten sollte, war die Zeit meines Berufseinstiegs die Hochphase einer Unternehmenstransaktion mit einem Geschäftsvolumen von 7 Milliarden Euro. Ich erlebte Anwälte, die nachts um 1 Uhr über das Festnetztelefon an einer Telefonkonferenz teilnahmen und gleichzeitig über ihr Mobiltelefon und ihren E-Mail-Account auf einer zweiten und dritten Ebene in der gleichen Sache mit weiteren Personen kommunizierten. Ich sah die Papierflut von Ausdrucken der maßgeblichen Verträge, den förmlich fühlbaren Druck, der auf den Handelnden lastete und die Befriedigung, die Aufgabe erfolgreich zu Ende zu bringen. Das alles war sehr faszinierend.
Meine eigenen Aufgaben waren in der ersten Zeit dankenswerterweise ungleich bescheidenerer Natur. Die Kollegen standen mir zudem im Rahmen ihrer zeitlichen Verfügbarkeit immer mit Erklärungen und Rat zur Seite.
Meine Tätigkeit
Ich bin als Rechtsanwalt und Steuerberater im Bereich Steuerrecht am Düsseldorfer Standort von Hogan Lovells tätig. Schwerpunktmäßig berate ich Mandaten bei der Strukturierung von Immobilien- und Unternehmenstransaktionen aus steuerlicher Sicht. Viele unserer Mandanten sind aus dem englischsprachigen Ausland, so dass ich sehr viel Englisch spreche und schreibe. Das klassische Anwaltsschreiben ist in meinem Bereich eher die Ausnahme, stattdessen legen Mandanten Wert auf zügige und akkurate Antworten per Email oder Telefon. Bedeutende Memoranda, so genannte "tax opinions" werden allerdings versandt, und dies erst, nachdem sie ein förmliches internes Prüfungsverfahren durchlaufen haben. Vor Gericht trete ich nicht auf.
Meine Karriere
Ich habe als junger Anwalt bei Lovells als so genannter Associate begonnen. Nach Ablauf von drei Jahren bei Lovells bin ich dann zum Senior Associate ernannt worden. Ich bin bisher am Düsseldorfer Standort tätig gewesen. Im letzten Sommer habe ich allerdings ein dreimonatiges Secondment in unserem Londoner Büro verbracht. Im Sommer 2007 habe ich mich auf das Steuerberaterexamen vorbereitet und war von der Kanzleiarbeit freigestellt. In beiden Fällen hat sich die Kanzlei flexibel und kooperativ gezeigt.
Die Kanzlei bietet regelmäßig die Teilnahme an in- und externen Weiterbildungsseminaren an. Dies sind rechtliche Fachseminare und Seminare, in denen nicht-rechtliche Fähigkeiten eines Anwalts (Reden, englische Korrespondenz usw.) trainiert werden; zudem gibt es Unterstützung bei der Karriereplanung.
Meine Freizeit
Für mich ist ein Ausgleich zum Büro wichtig. Um mich zu bewegen, laufe ich und fahre am Rhein oder im Bergischen Land Rad. Ich treffe mich gern mit Freunden und der Familie. Große Städte finde ich faszinierend; in diesem Jahr war ich zum ersten Mal in New York. Daneben halte ich Kontakt zu meiner Familie und meinen Bekannten und Freunden in Brasilien und reise gern dorthin. Düsseldorf hat ein gutes Angebot an Kunst und Musik, das ich versuche, oft wahrzunehmen.
Meine Erwartung an einen „idealen” zukünftigen Kollegen
Von neuen Kolleginnen und Kollegen erwarte ich mir Intelligenz, eine gute Ausbildung, Ausstrahlung und Biss. Ganz wichtig ist die Fähigkeit, in einem Team arbeiten und sich auf sich ändernde Sachverhalte einstellen zu können - als Anwalt im nicht-streitigen Bereich arbeitet man gestaltend, nicht statisch. Spannend sind die unterschiedlichen privaten Lebenswege und Interessen der Kolleginnen und Kollegen; zum Glück gibt es nicht "die" Wirtschaftsanwältin oder "den" Wirtschaftsanwalt.